Sichtbarkeit und organische Suche haben sich bereits grundlegend verändert. ChatGPT, Google AI Overviews, Gemini, Claude oder Perplexity beantworten konkrete Fragen unmittelbar, weisen Quellen aus oder schlagen Unternehmen, Produkte oder Lösungen vor.
Viele Agenturen, SEOs und Marketingverantwortliche arbeiten bereits intensiv daran, ihre Website in Google AI, ChatGPT oder Claude sichtbar zu machen. Mit ganz unterschiedlichen Erfolgen und Strategien. Andere kommen erst langsam in Bewegung und laufen Gefahr, Marktanteile dauerhaft zu verlieren.
Und dabei ist vielfach nicht einmal ganz klar, was da eigentlich genau passiert, was zu tun ist und welche KI für Unternehmen und ihre Zielgruppen überhaupt relevant sind.
ChatGPT dominiert den Markt - aber nicht jede Zielgruppe
Abb. 1: Statcounter sieht ChatGPT bei den webbasierten KI-Chatbots in Deutschland weit vorne
Die Zahlen zeigen: ChatGPT dominiert den deutschen Markt der Chatbots noch deutlich, während Gemini, Perplexity, Copilot und Claude relevante Alternativen darstellen.
Erweitern wie die Betrachtung um Google AI Overviews, kein KI Chatbot aber eine ähnliche Funktion innerhalb der Google-Suche.
| System | Einordnung | Bedeutung für Unternehmen |
| ChatGPT | Eigenständiger KI-Assistent | Marktführer bei generativen KI-Chatbots in Deutschland |
| Google AI Overviews | KI-Funktion der Google-Suche | Erreicht potenziell nahezu alle Google-Nutzer, sobald KI-Antworten eingeblendet werden |
| Gemini | Googles KI-Assistent | Wächst durch die Integration in Android und Google Workspace |
| Perplexity | KI-Suchmaschine | Besonders beliebt für fundierte Recherchen |
| Claude | KI-Assistent | Starke Verbreitung im professionellen und technischen Umfeld |
| Microsoft Copilot | KI-Assistent | Hohe Relevanz durch Microsoft 365 und Windows |
Auch wenn ChatGPT den Markt der KI-Assistenten deutlich anführt, besitzt Google AI Overviews möglicherweise die größte Reichweite. Der Grund: Google verarbeitet in Deutschland weiterhin weit über 90 Prozent aller klassischen Suchanfragen. Immer dann, wenn Google eine AI Overview einblendet, kommt nahezu jeder Suchende automatisch mit generativer KI in Kontakt – ohne bewusst einen KI-Assistenten zu öffnen.
In unserem Beitrag wollen wir versuchen, schrittweise die wichtigsten Aufgaben zu erklären, die auf Ihrem Weg zu mehr Sichtbarkeit in den für Sie relevanten Systemen absolviert werden müssen.
Aufgabe 1: Finden Sie heraus, welche KI-Modelle ihre Zielgruppen nutzen
Eine der häufigsten Fehlentscheidungen besteht darin, die eigene KI-Strategie ausschließlich an Marktanteilen der KI auszurichten. Zwar ist ChatGPT derzeit der meistgenutzte KI-Assistent in Deutschland, doch entscheidend ist nicht der Gesamtmarkt, sondern das Nutzungsverhalten Ihrer Zielgruppe. Hektisches „Wir müssen in ChatGPT zitiert werden“, kann womöglich Mittel binden, die an anderer Stelle besser eingesetzt wären:
Ein IT-Leiter arbeitet möglicherweise täglich mit Claude oder Microsoft Copilot, während ein Einkäufer bevorzugt Perplexity für Recherchen nutzt. Endverbraucher gelangen häufig über Google AI Overviews oder Gemini zu einer Empfehlung, ohne eine klassische Suchergebnisseite zu besuchen.
Analysieren Sie daher unbedingt, welche KI-Systeme Ihre Kunden in den verschiedenen Phasen der Customer Journey tatsächlich einsetzen – von der ersten Informationssuche über den Produktvergleich bis zur konkreten Kaufentscheidung.
Wo finden Sie diese Informationen?
- Stellen Sie sich für jede Persona die Frage, welche Arbeitswerkzeuge sie regelmäßig nutzen:
- Suchen potentielle Kunden nach bestimmten Produkten und Lösungen?
- Surfen sie aus Interesse und sehen Ihre Leistungen und Produkte eher „nebenbei“?
- Mit welcher Software arbeiten Ihre Kunden überwiegend?
- Handelt es sich um technische Fachanwender oder Entwickler?
- Recherchieren Ihre Kunden regelmäßig komplexe Fachthemen?
- u.v.m.
Ein einfacher Weg ist häufig der effektivste: Fragen Sie Ihre Kunden, Vertriebsmitarbeiter und Kundenberater! Ergänzen Sie beispielsweise nach Beratungsgesprächen oder Projekten eine kurze Frage:
- Welche KI-Systeme nutzen Sie regelmäßig?
- Nutzen Sie ChatGPT, Copilot, Gemini oder andere Systeme?
- Wofür setzen Sie diese ein?
Bereits nach wenigen Wochen entsteht ein realistisches Bild Ihrer Zielgruppen.
Auch Ihr Website-Traffic gibt Aufschluss. Denn immer mehr Besucher gelangen über generative KI auf Unternehmenswebsites.
Achten Sie insbesondere auf:
- steigenden direkten Traffic,
- Referrer von ChatGPT, Perplexity oder Copilot,
- Zugriffe aus KI-gestützten Browsern,
- Veränderungen bei Suchanfragen in der Google Search Console.
Auch wenn die Daten heute vielfach noch unvollständig sind, liefern sie erste Hinweise auf das Verhalten Ihrer Zielgruppen.
- Versetzen Sie sich in Ihre Kunden und führen Sie Testrecherchen durch. Stellen Sie selber typische Fragen in verschiedenen KI-Systemen und analysieren diese sogenannten Prompts:
- Welche Anbieter werden empfohlen, zitiert und erwähnt?
- Welche Wettbewerber erscheinen?
- Welche Antworten fehlen?
- Wie unterscheiden sich die Antworten?
So erkennen Sie schnell, in welchen Systemen Ihr Unternehmen bereits sichtbar ist und wo noch Optimierungspotenzial besteht.
Beachten Sie dabei auch, dass sich nicht jede Branche gleich schnell entwickelt. Im B2B-Technologieumfeld dominieren derzeit häufig Claude und Copilot.
Im Konsumentenbereich spielen ChatGPT und Google AI Overviews eine deutlich größere Rolle. Letzteres vor allem weil viele Nutzer weiterhin über die klassische Google-Suche einsteigen. Hier spielt auch das Alter Ihrer Zielkunden eine entscheidende Rolle!
Nur wer die relevanten Plattformen seiner Zielgruppen kennt, kann Inhalte entwickeln, die dort auch sichtbar werden.
Aufgabe 2: Verstehen Sie die unterschiedlichen Arbeitsweisen der KI-Systeme – und die Gemeinsamkeiten
Google war über viele Jahre darauf ausgelegt, die relevantesten Webseiten zu einer Suchanfrage zu finden. Die Nutzer entscheiden anschließend selbst, welches Suchergebnis sie öffnen.
Generative KI arbeitet vollkommen anders. Sie versucht nicht in erster Linie Webseiten aufzulisten, sondern eine vollständige Antwort zu formulieren. Webseiten dienen dabei als Wissensquellen und nicht als Endziel der Suche.
Dadurch verschiebt sich die Bewertung von Inhalten erheblich und neben der klassischen Suchmaschinenoptimierung entwickelt sich derzeit ein weiteres Themenfeld: Generative Engine Optimization (GEO).
Dabei geht es nicht mehr darum, bei Google möglichst weit oben zu erscheinen, sondern von generativen KI-Systemen als vertrauenswürdige Wissensquelle ausgewählt zu werden. Im Grundsatz gilt, dass gut optimierte und gehaltvolle Websites mit hochwertigen und gut strukturierten Inhalten auch in den KIs gute Chancen auf Sichtbarkeit haben.
Dennoch muss man sich klar machen, dass Anforderungen sich verschoben haben und neue Prioritäten gesetzt werden müssen.
KIs im Allgemeinen lieben
- semantisch strukturierte Inhalte und thematische Cluster / Entitäten,
- hochwertige Fachartikel, Antworten auf Fragen (FAQ), Glossare und Definitionen,
- Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Fallstudien,
- strukturierte Daten / Markups nach Schema.org sowie insbesondere
- klare Trust-Signale wie Autoren- und Expertenprofile, Erwähnungen/ Rezensionen und nachvollziehbare Quellenangaben.
Aber es gibt auch signifikante Unterschiede zwischen den Systemen:
- ChatGPT bewertet die Qualität und Vollständigkeit von Wissen und greift nicht auf den Google-Suchindex oder Google-Rankings zu. Vielmehr verwendet ChatGPT einen eigenen Such- und Auswahlprozess.
- Perplexity recherchiert kontinuierlich aktuelle Quellen – ebenfalls ohne den Google Index zu nutzen. Bei nahezu jeder Anfrage durchsucht Perplexity das öffentliche Web und wählt passende Quellen aus. Diese Quellen werden anschließend vom Sprachmodell zusammengefasst und mit direkten Verweisen auf die Originalseiten versehen.
- Claude legt besonderen Wert auf logische, gut strukturierte und fachlich fundierte Inhalte. Die Basis ist ein großes Sprachmodell, das viele Fragen ausschließlich auf Grundlage seines trainierten Wissens beantwortet.
- Einzig Gemini als eigenständiger KI-Assistent kann bei aktuellen Informationsrecherchen auf die Infrastruktur der Google-Suche und den Google-Index zugreifen. Dadurch orientieren sich die gefundenen Quellen deutlich stärker an den klassischen Google-Rankings und den bekannten Qualitäts- und Relevanzsignalen.
Im Ergebnis wird also dieselbe Frage in verschiedenen KI-Systemen unterschiedliche Antworten und Empfehlungen hervorbringen.
Was alle generativen KI-Systeme gemeinsam haben
So unterschiedlich ChatGPT, Google Gemini, Claude, Perplexity oder Microsoft Copilot auch arbeiten – sie basieren alle auf großen Sprachmodellen (Large Language Models, LLMs). Diese Modelle wurden darauf trainiert, Sprache zu verstehen, Zusammenhänge zu erkennen und aus großen Wissensmengen verständliche Antworten zu formulieren.
Für Sie als Unternehmen hat das eine wichtige Konsequenz: Alle Systeme bevorzugen Inhalte, die für Menschen und Maschinen gleichermaßen lesbar, verständlich und relevant sind. Nicht mehr einzelne Keywords stehen im Mittelpunkt, sondern die Frage, ob eine Website ein Thema fachlich korrekt, logisch strukturiert und umfassend erklärt.
Eine wichtige Frage lautet deshalb: Wie muss eine Website heute aufgebaut sein, damit
- jedes große Sprachmodell ihr Fachwissen verstehen, einordnen und nutzen kann,
- nachhaltige Relevanz und aktuelle Informationen gleichermaßen bereitstellt sowie
- die Besonderheiten der „Wunsch“-Systeme hinreichend berücksichtigt werden.
Sie sehen schon: Mit dem einen großen Besen kehrt sich bei diesem Thema nicht so wirklich gut!
Aufgabe 3: Legen Sie die Systeme fest, die für Ihr Unternehmen relevant sind
Halten wir fest: Nicht jedes generative KI-System spielt für jedes Unternehmen die gleiche Rolle. Welche Plattformen Sie priorisieren sollten, hängt von Ihren Zielgruppen, Branche und der Customer Journey Ihrer Kunden ab.
Dabei unterscheiden sich B2C und B2B sehr deutlich.
Während im B2C-Umfeld Google AI Overviews und ChatGPT häufig den ersten Kontakt zu einem Unternehmen herstellen, gewinnen im B2B je nach Zielgruppe auch Microsoft Copilot, Claude oder Perplexity an Bedeutung. Setzen Sie Ihre Ressourcen also gezielt ein und entwickeln Strukturen und Inhalte, die dort sichtbar werden, wo Ihre potenziellen KundInnen tatsächlich nach Informationen suchen.
Wie kann das konkret aussehen?
VerbraucherInnen im B2C-Bereich suchen individuelle Empfehlungen, Hinweise und Lösungen und fragen beispielsweise:
- Welche Lösungen/Produkt gibt es für das Problem XY?
- Kannst du mir Tipps zum Thema geben?
- Welches Produkt ist das beste?
- Erstelle mir einen Liste mit Vorschlägen.
- Was kostet eine Lösung?
- Welche Erfahrungen gibt es?
- Welche Alternative ist günstiger?
- Hier spielen Bewertungen, Markenbekanntheit (Brand Mentions) und aktuelle Informationen eine wichtige Rolle.
- Taucht ein bestimmtes Produkt in einer Antwort nicht auf, wird ein späterer Kauf sehr unwahrscheinlich.
Im B2B-Bereich sind die Fragestellungen deutlich komplexer und führen in der Regel nicht zu direkten Spontankäufen. Konkrete 1:1 Antworten, Bestseller-Listen oder Kaufempfehlungen werden eher nicht erwartet.
Geschäftsführer, Einkäufer oder technische Entscheider suchen häufig nach
- technischen Produktspezifikationen,
- bestimmen Dienstleistungen,
- Wirtschaftlichkeit,
- Normen, Datenblättern oder Funktionsumfängen,
- Integrationsmöglichkeiten und
- Best Practices.
- Entsprechend bevorzugen KI-Systeme hier ausführliche Fachinformationen, Whitepaper, Praxisbeispiele, Leitfäden und belastbare technische Inhalte.
- Gerade im B2B können Unternehmen deshalb erhebliche Wettbewerbsvorteile erzielen, wenn sie ihr Expertenwissen konsequent veröffentlichen.
Fassen wir zusammen:
- ChatGPT eignet sich besonders für Recherche, Beratung, Wissensaufbereitung und Problemlösungen.
Für Unternehmen bedeutet das: Lösen Sie Probleme und beantworten Sie Fragen. Stellen Sie ausführliche Fachartikel, Kundenmeinungen, Glossare, Anleitungen, FAQ und ähnlich gut verständlich aufbereitete Informationen zur Verfügung.
- Google kombiniert mit Google AI Overviews und Gemini seine jahrzehntelange Suchtechnologie mit generativer KI und beziehen klassische Ranking-Signale stärker ein als andere KI-Systeme.
Für Unternehmen bedeutet das: Stärken Sie Ihre SEO|GEO-Strategie im Hinblick auf Inhalte mit hohem Nutzwert (Helpful Content), strukturierten Daten und klaren semantischen Themenclustern.
- Claude gilt als besonders analytisch und wird vor allem im professionellen Umfeld, in Unternehmen sowie für umfangreiche Dokumente und komplexe Analysen eingesetzt.
Für Unternehmen bedeutet das: Veröffentlichen Sie tiefgehende Fachinhalte mit klarer Struktur, nachvollziehbaren Argumentationen und transparenter Expertise, indem Sie beispielsweise Autoren und Quellen nennen.
- Perplexity versteht sich als KI-Suchmaschine. Das System berücksichtigt bei vielen Anfragen bevorzugt aktuelle, gut strukturierte und nachvollziehbare Quellen. Dadurch ähnelt das Nutzerverhalten eher einer klassischen Recherche als einem Gespräch mit einer KI.
Für Unternehmen bedeutet das: Halten Sie Ihre Inhalte kontinuierlich aktuell und ergänzen Sie sie um neue Entwicklungen und Branchentrends.
Die gute Nachricht: Wer konsequent auf Expertenwissen, semantisch strukturierte Inhalte, Aktualität und echten Nutzwert setzt, schafft die Grundlage für eine hohe Sichtbarkeit in nahezu allen generativen KI-Systemen.
Aufgabe 4: Erstellen Sie einen Maßnahmenplan, der alle Anforderungen berücksichtigt
Geben Sie acht darauf, dass nicht eine GEO-Optimierung am anderen Ende Ihre SEO-Sichtbarkeit beeinträchtigt. Alle Maßnahmen müssen ineinandergreifen und harmonisch abgestimmt werden.
Fakt ist: Entscheider sollten ihre Website heute nicht mehr ausschließlich unter SEO-Gesichtspunkten bewerten. Aber wie bekomme ich SEO, GEO und was in Zukunft noch kommen, mag, unter einen Hut?
Wer künftig sichtbar bleiben oder besser werden möchte, sollte seine Website als digitale Wissensplattform entwickeln und nicht ausschließlich als Produktkatalog oder Unternehmensbroschüre betrachten. Zeigen Sie Ihre Expertise!
Wie könnte so ein Maßnahmenplan für Ihre SEO|GEO-Optimierung aussehen?
Hier ein Beispiel für einen strukturierten Start in eine ganzheitliche Optimierung:
Prio | Maßnahme | Ziel | SEO | GEO | KPIs |
1 | Themen- und Entitätenanalyse | Relevante Themenfelder definieren | ✓ | ✓ | Anzahl Themencluster |
2 | Customer Journey analysieren | Fragen der Zielgruppen identifizieren | ✓ | ✓ | Fragen je Phase |
3 | Wissensarchitektur aufbauen | Pillar Pages und Cluster erstellen | ✓ | ✓ | Anzahl fertiger Cluster |
4 | Bestehende Inhalte auditieren | Lücken und Über-schneidungen erkennen | ✓ | ✓ | Audit abgeschlossen |
5 | Fachartikel & How-to veröffentlichen | Probleme lösen statt Produkte bewerben | ✓ | ✓ | Neue Fachartikel/Monat |
6 | FAQ, Glossar und Definitionen ergänzen | LLM-geeignete Inhalte schaffen | △ | ✓ | Anzahl FAQs |
7 | Strukturierte Daten erweitern | Maschinenlesbarkeit verbessern | ✓ | ✓ | Schema.org-Abdeckung |
8 | Autoren & Quellen sichtbar machen | Vertrauen und Expertise stärken | △ | ✓ | Anteil Inhalte mit Autor |
9 | Evergreen-Inhalte aktualisieren | Aktualität sicherstellen | ✓ | ✓ | Aktualisierte Inhalte/Quartal |
10 | Erfolg messen | SEO- und GEO-KPIs überwachen | ✓ | ✓ | SEO-Traffic, Leads, KI-Referrals |
Unternehmen, die ihr Expertenwissen transparent veröffentlichen, schaffen nicht nur bessere Voraussetzungen für ChatGPT, Claude oder Perplexity. Sie stärken gleichzeitig ihre Sichtbarkeit in Google AI, erhöhen ihre fachliche Autorität und verbessern langfristig ihre gesamte digitale Präsenz.
Aufgabe 5: Starten Sie schrittweise mit der Umsetzung und überwachen Ihre Ergebnisse
Mit der Durchführung eines solchen Maßnahmenplans entstehen nach und nach hochwertige Content Assets, die den Mehrwert Ihrer Website deutlich steigern.
Doch wer soll das alles tun und wie lange soll das dauern?
Rom wurde bekanntlich auch nicht an einem Tag erbaut und niemand muss oder sollte sämtliche Maßnahmen auf einmal umsetzen. Entscheidend ist nicht Geschwindigkeit, sondern Kontinuität. Beginnen Sie mit den Themen, die für Ihre Zielgruppen den größten Nutzen bieten, und entwickeln Sie Ihre Website Schritt für Schritt zu einer digitalen Wissensplattform.
Legen Sie zunächst realistische Ziele fest und priorisieren Sie Maßnahmen mit hoher Wirkung. Oft reichen bereits
- ein monatlicher Fachartikel,
- die Überarbeitung einer bestehenden Leistungsseite oder
- der Ausbau eines FAQ-Bereichs aus,
um erste Erfolge zu erzielen. Im Laufe der Zeit entsteht daraus eine umfangreiche Wissensbasis, die sowohl für Suchmaschinen als auch für generative KI-Systeme immer wertvoller wird.
Ebenso wichtig ist die regelmäßige Erfolgskontrolle. Beobachten Sie nicht nur Ihre Rankings und Besucherzahlen, sondern auch die Entwicklung Ihrer Sichtbarkeit in generativen KI-Systemen. Prüfen Sie regelmäßig, ob Ihr Unternehmen bei relevanten Fragestellungen genannt wird, welche Inhalte besonders häufig empfohlen werden und an welchen Stellen noch Lücken bestehen. Ergänzen Sie Ihre Inhalte kontinuierlich um neue Erkenntnisse, Praxisbeispiele und aktuelle Entwicklungen.
Der Aufbau einer KI- und suchmaschinenoptimierten Wissensplattform ist kein einmaliges Projekt, sondern ein fortlaufender Prozess. Unternehmen, die heute konsequent in hochwertige Inhalte investieren, schaffen einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil – unabhängig davon, welche Such- oder KI-Systeme künftig den Markt prägen.
Fazit
Die beste Strategie für die Zukunft ist nicht, jeder neuen KI hinterherzulaufen – sondern eine Website aufzubauen, die durch ihre Expertise überzeugt. Eine solche Website wird von Google ebenso wie von vielen – auch künftig noch entwickelten – KI-Systemen als vertrauenswürdige Quelle erkannt und positioniert.
Die Gewinner werden nicht zwangsläufig diejenigen sein, die die meisten Keywords platzieren oder die meisten Backlinks besitzen. Erfolgreich werden vor allem Unternehmen sein, deren Fachwissen so strukturiert, verständlich und vertrauenswürdig aufbereitet ist, dass sowohl Suchmaschinen als auch Sprachmodelle es als hochwertige Quelle nutzen können.
Die Zukunft der digitalen Sichtbarkeit liegt daher nicht in der Entscheidung zwischen SEO oder KI. Sie liegt in einer Strategie, die beide Welten miteinander verbindet.